Montag, 1. Mai 2017

C. R. Neilson – Das Walmesser

John geht auf die Färöer-Inseln mit dem festen Ziel, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu machen. Der Leser weiß allerdings nicht, was das für eine Vergangenheit ist, doch im Laufe des Buches kommt ans Tageslicht, dass es keine Gute sein kann...
Eines Tages wacht er mit einem Messer in der Tasche mitten auf einem Felsen auf.
Soweit nichts Schlimmes, das ändert sich allerdings schneller als ihm lieb ist, als er bemerkt, dass dieses Messer voller Blut ist.
Als dann einige Tage später auch noch eine Leiche gefunden wird, die eindeutig erstochen wurde, ist John entsetzt.
Leider kann er sich an nichts mehr erinnern, was in dieser besagten Nacht passiert ist und nun hat er alle Hände voll zu tun, herausfinden, ob er es wirklich war.
Und wenn nicht, wer ist dann der wahre Mörder?

Was mir als Allererstes aufgefallen ist, sind die detailgetreuen Beschreibungen der Färöer-Inseln – einfach toll, man hat die Landschaft direkt vor Augen und ich habe nach dem Lesen echt Lust, einmal dort Urlaub zu machen!

Wer bei diesem Krimi ein 0815-Buch erwartet, der denkt falsch.
Ich habe dieses Buch quasi eingeatmet, denn der Autor schafft es im gesamten Buch, eine düstere Stimmung zu schaffen und eine Spannung beizubehalten, sodass man einfach weiterlesen muss.
Richtig "losgehen" tut das Buch erst relativ in der Mitte der Geschichte, aber denkt jetzt nicht, dass der vorherige Ablauf langweilig ist, denn das ist er überhaupt nicht.
Viele Dinge werden im Vorhinein geklärt, Beziehungen der Menschen untereinander erläutert und noch einige andere Dinge, sodass man nach und nach regelrecht in die Geschichte „eintaucht“.

Man wünscht John nur das Beste und möchte am Liebsten, dass seine Unschuld bewiesen wird, doch leider sprechen ziemlich viele Beweise gegen ihn.
Ich als Leserin habe allerdings das ganze Buch die Hoffnung nicht aufgegeben, das John unschuldig ist. Ob diese Hoffnung sich allerdings erfüllt, müsst ihr aber schon selber lesen!
Für mich war es bis zum Schluss richtig spannend und ich muss ehrlich sagen, dass ich vom Ende des Buches und der Auflösung des Falles ziemlich überrascht war.

„Das Walmesser“ hat mir wirklich gut gefallen!
Es ist ein Buch, für das man sich auf jeden Fall Zeit nehmen muss, was einen dann aber auch mit Spannung und einer tollen Geschichte belohnt!

  • Broschiert: 512 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (28. Dezember 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453419677
  • ISBN-13: 978-3453419674

Sonntag, 16. April 2017

Kyra Dittmann - Dark Horse Mountain

Bildunterschrift hinzufügen
Auf der Ranch ihres lange verschollen geglaubten Vaters ist leider gar nichts so, wie Roxy es sich erhofft hat.
Ständig blamiert sie sich vor dem arroganten Stallburschen Cale und beginnt auch noch, mit einem Pferd Freundschaft zu schließen...
Doch dann verschwinden auffällig viele Pferde und Roxy macht sich mit dem doch gar nicht so üblen Cale auf die Suche nach der Ursache.
Damit, dass sie sich allerdings selbst in große Gefahr begeben, hätten sie nicht gerechnet...

Das Buch klang sehr interessant und ich freute mich auf eine leichte Pferdegeschichte für zwischendurch.
Roxy hat mir sehr gut gefallen, sie ist ein typischer Teenager.
Zu Beginn will sie am Liebsten so schnell es geht wieder nachhause, doch nach einiger Zeit gefällt es ihr auf der Ranch immer besser.
Auch mit einem Pferd freundet sie sich an, womit sie niemals gerechnet hätte, wo sie doch eigentlich gar keine Pferde mag!
Die Autorin beschreibt diese Entwicklung zwischen Mensch und Tier sehr schön!

Roxy war mir allerdings zwischendurch etwas zu naiv, was natürlich auch an ihrem jungen Alter liegen kann, aber oft hätte ich sie am Liebsten genommen und einmal durchgeschüttelt, bei den Entscheidungen, die sie teilweise getroffen hat.

Der geheimnisvolle Hengst Hot Coffee, zu dem Roxy eine immer tiefer gehende Beziehung aufbaut, fand ich toll. Auch ich als Leserin schloss das Pferd immer mehr in mein Herz und bangte zum Ende des Buches mit Roxy um ihn.

Der „arrogante“ Stallbursche Cale und Roxy kommen sich im Buch langsam immer näher und kommen so dem Geheimnis der verschwundenen Pferde auf die Spur.

Leider ist die Geschichte aber für mich etwas vorhersehbar gewesen, weshalb mir das Ende nicht so gut gefallen hat.

Das Buch bekommt von mir vier von fünf Rosen!

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (16. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649623447
  • ISBN-13: 978-3649623441
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Freitag, 10. März 2017

Anna Martens - Blinde Schatten

Die Goldschmiedin Johanna Gercke wird grausam vor ihrem Laden überfallen und überlebt den Anschlag gerade so eben.
Doch sie verliert ihr Gedächtnis und muss sich mühsam ins Leben zurückkämpfen.
Aber der Alptraum scheint noch nicht vorbei zu sein, denn immer mehr Dinge aus ihrer Vergangenheit kommen ans Tageslicht, die Johanna nicht verstehen kann und sie geschockt zurücklassen.
Und auch der Mensch, der ihr das angetan hat, scheint nicht eher Ruhe zu geben, bis er sie getötet hat.
Wem kann sie jetzt noch vertrauen?
Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, indem sie erkennt, wer ein wahrer Freund ist!


Der Schreibstil des Buches ist flüssig und lässt sich gut lesen, so wie bei den anderen Büchern von Anna Martens auch.
Das Buch beginnt mit einer Beschreibung von einem Traum, den man im Laufe der Geschichte auch zu deuten weiß.
Dann geht es los und Johanna erzählt.
Sie wacht auf und findet sich schwer verletzt und ohne jegliche Erinnerung in einem Krankenhausbett wieder.
Nach und nach erfährt sie, was ihr passiert ist und ist entsetzt! Wer hat ihr so etwas angetan? Deshalb beginnt sie Nachforschungen anzustellen.
Das fand ich ziemlich spannend, denn genauso wie Johanna hat auch der Leser keinen blassen Schimmer, was vor dem Unfall passiert ist und was Johanna für ein Mensch ist.
So kommt man gemeinsam mit der Protagonistin der Aufklärung immer näher und näher.

Da es wenig Hinweise auf den Täter gibt, entsteht irgendwann der Eindruck, Johanna hätte das alles selbst eingefädelt. Ich konnte mich richtig gut in Johanna hineinversetzen, denn auch für mich wäre so etwas ein absoluter Alptraum!

Eine große Hilfe für Johanna ist ihre gute Freundin Sabine, die auch gleichzeitig Psychotherapeutin ist, allerdings kann sich Johanna ihr nicht richtig öffnen.
Dann trifft sie noch einen alten Schulkameraden wieder. Bei ihm fühlt sie sich nach kurzer Zeit sicher und die Beiden verstehen sich sehr gut, doch auch ihm gegenüber ist Johanna vorsichtig.

Nicht gefallen haben mir Johannas dauernde Verdächtigungen. 
Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass sie übervorsichtig ist, aber das quasi auf jeder Seite eine andere Person verdächtigt wurde, hat mich schon ein bisschen genervt.
Allerdings muss ich sagen, dass ich dafür mit dem Ende nicht gerechnet habe und mir nie hätte vorstellen könne, dass es so kommt.
Dementsprechend schnell sind die letzten Seiten vor sich hingeflogen und ein Puzzleteile setzte sich mit dem Nächsten zusammen!

Nichtsdestotrotz hat mir auch „Blinde Schatten“ sehr gut gefallen und bekommt von mir vier von fünf Rosen!

  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 316 Seiten
  • Verlag: Midnight (2. Dezember 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01MXOKVCV